Förderverein der Ev. St. Remigius Kirche

Arbeiten an St. Remigius fertig gestellt

Freuten sich über die Spende: Brunhilde Usbek und Bruno Beuchel vom Förderverein mit Pfarrerin Birgit Irmer und Pfarrer Gerd Springer. Bild: Förderverein

Nach mehr als 10-jähriger Pause konnte in diesem Jahr der 2. Bauabschnitt mit der Sanierung der noch ausstehenden Außenwände der Ev. St. Remigiuskirche in Dortmund-Mengede beendet werden. Damit hat der Förderverein sein 2004 mit der Gründung des Fördervereins gesetztes größtes Ziel erreicht. Am 4. Mai wurden der Noah-Gemeinde 40.000.00 € als Zuschuss zu den Sanierungsarbeiten übergeben.

Zwischenzeitlich wurde mit Hilfe des Vereins noch manches Projekt verwirklicht (nördlicher Weg im Kirchgarten, neue Heizung, Kirchenführer, Sicherung der Grabplatten, neue Lautsprecheranlage u.a.m.) Im April 2018 ließ der Förderverein die beiden großen Eingangstore zum Kirchgarten sanieren. Nun laden Sie wieder in altem Glanz in den Kirchgarten ein.

Es wird auch in Zukunft immer wieder Renovierungsbedarf anfallen, wenn auch nicht in diesem Umfang. Der Verein freut sich jederzeit über neue Mitarbeiter - auch im Vorstand - damit er sich auch weiterhin für den Bestand der Kirche einsetzen kann.

Stand der Arbeiten an der Remigiuskirche

Bild: Förderverein

Nachdem im August 2017 die letzten Fein­abstimmungen für die Bearbeitung des Natur­steins mit der Denkmal­behörde erfolgt sind, konnte mit den Sanierungs­arbeiten im September begonnen werden. Zu Beginn der Arbeiten wurden die ergänzenden Unter­suchungen durchgeführt, die nur vom Gerüst aus vorgenommen werden können. Hierbei wurde schnell deutlich, dass insbesondere der Naturstein des 2-teiligen und stark profilierten Ortgang­simses weit über das angenommene Maß hinaus geschädigt ist. Tief in das Steingefüge reichende Risse und Verwitterungen waren in den 80er Jahren lediglich durch zahlreiche Mörtel­antragungen über­arbeitet worden. Diese Technik wurde in diesem Zeitraum verstärkt angewendet, um die profilierten Steine nicht aufwändig und kosten­intensiv austauschen zu müssen. Sie können jedoch Repararuren, wie sie der Steinmetz ausführt, nicht ersetzen.

Der Verwitterungsprozess und Zerfall des Sand­steins hat sich seitdem weiter fort­gesetzt, so dass diese Mörtel­antragungen nur noch lose an dem mürben Material des Ruhr­sand­steins anhaften. Offene Risse und Fugen haben hier ihren Anteil zum Eintrag von Nieder­schlag beigetragen und somit den Zerfall beschleunigt. Eine Reparatur mit „einfachen Mitteln“ kann nun nicht mehr an die nächste Generation weiter­gegeben werden und muss jetzt für den Substanz­erhalt durch einen Austausch des Sandstein­gesimses erfolgen. Von den insgesamt 36 m der profilierten Werk­stücke des Ortgang­gesimses können nach eingehender Prüfung nur wenige Meter erhalten werden. Dieser Notwendigkeit hat auch der zuständiger Denkmal­pfleger nach persönlicher Prüfung zugestanden.

Britta Wienbrandt (l.) von der Sparkasse überreichte den Spenden-Check an Thorsten Raatz vom Presbyterium und Brunhilde Usbek vom Förderverein. Bild: Förderverein

Da diese Mengen an Steinaustausch, der an dieser Stelle auf Grund des Profilierungsgrades und der Einbausituation sehr kosteninstiv ist, in diesem Umfang nicht vorhersehbar war, ist die finanzielle Unterstützung der Sparkasse in Höhe von 15.000,00 € umsomehr ein spürbarer Baustein zur nachhaltigen Durchführung der Sanierung.

Weitere „Überraschungen“ im Bereich des abgerissenen Anbaus, der sich nördlich vom Chor befunden hatte und in dem ehemals eine Kohlen-Heizungs­anlage der Kirche positio­niert war, kamen nach dem Ausbau der Fugen des damals in großen Flächen ergänzten Natur­steinmauer­werks zu Tage. Hinter dem „neu“ erstellen Sand­stein­mauer­werk, welches in den 80er Jahren mehr zweck­mäßig als dem Bestand angemessen und angepasst verbaut wurde, zeigte sich dass das neue Mauerwerk ohne statischen Verbund zu dem Bestand und nur in geringer Material­stärke erstellt wurde. Dieses Mauerwerk musste hier­durch vollständig bis zum Sockel abgetragen werden. Das darüber liegende Mauer­werk wurde hierzu mittels Stützen abgefangen und gesichert. Bei diesen Arbeiten wurden zwei ehemalige Durchgänge von dem Anbau in den Chor freigelegt, welche mit Stahl­trägern, Holzbalken und konven­tionellem Kalk­sand­stein geschlossen waren. Das bereits pilz­befallene Holz wurde jetzt vollständig ausgebaut und die korro­dierenden Träger durch einen Korrosions­schutz behandelt. Zur Vermeidung von Rissen im Innen­bereich wurde das Kalksand­stein­mauerwerk nicht heraus­gebrochen sondern ist hinter dem neu aufge­mauerten Natur­stein­mauer­werk verblieben. Diese Sicherungs­arbeiten sind mittlerweile abgeschlossen und die dortigen Fassaden­flächen bereits neu verfugt. Hierdurch wird sicher­gestellt, dass rechtzeitig zum Weih­nachts­markt rund um die Remigius-Kirche die dortigen Gerüste abgebaut werden können und nur an den nicht störenden Flächen vor dem Giebel bis zur geplanten Fertig­stellung zum Ende diesen Jahres verbleiben.

   Thomas Ritter, Architekt

Aus der Geschichte

Ev. St. Remigiuskirche

Die Entstehung der Mengeder Kirche geht bis in die Zeit Karls des Großen (768-814) zurück. Die Evan­gelische St. Remigius Kirche ist noch heute von einem Ring aus Fach­werk­häusern umgeben.

Von hier aus entwickelte sich der Ort Mengede. Im 9. Jahr­hundert hat hier bereits eine kleine hölzerne Kirche mit einem nach­weis­lich steinernen Chor­fundament gestanden.

Dieser Kirchbau wurde der „Grundstein“ unserer heutigen Ev. St. Remigius­kirche, dem „Emscherdom“, einer in Sandstein­quadern errichteten einjochigen Hallen­kirche aus der Zeit von 1220-1250.

Die Ev. St. Remigius Kirche, ein einzigartiges Baudenkmal in Dortmund-Mengede und in der Region, gehört zu den ältesten Kirchen Westfalens.
Ziel des Fördervereins ist der Erhalt dieser Kirche.

Chronik Förderverein Ev. St. Remigiuskirche e.V. - gegründet 2004

2006 bis 2019  Verkauf kleiner Christstollen an den Adventssamstagen
              auf dem Mengeder Markt und im Ev. Gemeindehaus

2006 / 2007  Sanierung des Dachstuhls und des Nordgiebels

2006      30.000,00 € Zuschuss zur Sanierung des Nordgiebels
              (Vorziehen des 2. Bauabschnitts ermöglicht)

              8.000.00 € für die Sanierung des Nordgiebels
              (Spende Reinoldigilde)

2007      Drei Außenstrahler für den Turm

2008      Beleuchtung Epitaph

              Reparatur Jugenstilstuhl (Inventar Kirche)

2010      Umfassungsweg im Nordbereich des Kirchgartens wiederangelegt.
              Seitdem Veranstaltungen im Kirchgarten möglich (z.B. Adventsmarkt)

              Gartentor Nordseite saniert

              Universalschlüssel für alle Kirchgarteneingänge

2011      Neue Heizung eingebaut
              30.000 € Zuschuss

              Sakristeitür Zusatzschloss

              Postkarte Alt-Mengede
              Postkarte Mengede heute (Foto Förderverein 2004)

2013      Kirchenführer fertiggestellt

2014      Drei Grabplatten in Ehrenhalle im Turm angebracht

              Glasplatten mit Texten der Grabplatten

              Zwei Grabplatten neben Eingang zur Trauerhalle auf
              dem Ev. Friedhof angebracht
              (Spende Sparkasse Dortmund 7.000,00 €)

2015      Neue Lautsprecheranlage für die Kirche
              Sanierung Wegpflasterung zwischen Süd- und Westportal

              Antragstellung auf Zuwendung von Fördermitteln aus
              dem Denkmalschutzsonderprogramm des Bundes

2017      Beginn 2. Bauabschnitt: Sanierung Außenwände bis April 2018
              (Spende Sparkasse Dortmund 15.000,00 €)

2018      04.05.2018 Zuschuss Förderverein 40.000,00 €

              Sanierung Eingangstore Kirchgarten
              (Unterstützung Fa. Dr. Stork, Spezialbetrieb für Oberflächentechnik)
              (Spende Volksbank DO-West 1.000,00 € für Schmiedearbeiten)

              Zuwendungsbescheid der Fördermittel des Bundes zur
              Fassadensanierung in Höhe von 137.400.00 €

2020      Aufstellen der aus Nette zurückgeführten Uhrglocke von 1699
              im Inneren der Kirche vor dem Nordportal

2021      Natursteinsanierung der Einfriedungsmauer des Kirchgartens und
              Sanierung des Geländers

              Artikel mit der Beschreibung aller Glocken der Ev. St. Remigiuskirche

Förderverein

Förderverein Evangelische St. Remiguskirche e.V.
Kleines Everstal 20
44388 Dortmund

Vorstand:
1. Vorsitzende Brunhilde Usbek
2. Vorsitzende Bruno Beuchel

Kontakt: 0175/4501450

Vereinsregisternummer:
VR 5760 am 05.07.2004 ab Amtsgericht Dortmund

Steuernummer:
314/5704/4804
Finanzamt Dortmund-West

Spendenkonten:
Sparkasse Dortmund
IBAN DE45440501990071052010
BIC   DORTDE33XXX

Volksbank Dortmund-Nordwest eG
IBAN DE49440601224110978200
BIC   GENODEM1DNW

Unser Angebot

Der Förderverein bietet nach Absprache Kirchen­­führun­­gen an und plant Konzert­­ver­anstal­­tun­gen zu Gunsten der Kirche. Kontakt erhalten Sie über die o.g. Daten oder das Gemeinde­büro Mengede.