Förderverein der Ev. St. Remigius Kirche

Stand der Arbeiten an der Remigiuskirche

Bild: Förderverein

Nachdem im August 2017 die letzten Feinabstimmungen für die Bearbeitung des Natursteins mit der Denkmalbehörde erfolgt sind, konnte mit den Sanierungsarbeiten im September begonnen werden. Zu Beginn der Arbeiten wurden die ergänzenden Untersuchungen durchgeführt, die nur vom Gerüst aus vorgenommen werden können. Hierbei wurde schnell deutlich, dass insbesondere der Naturstein des 2-teiligen und stark profilierten Ortgangsimses weit über das angenommene Maß hinaus geschädigt ist. Tief in das Steingefüge reichende Risse und Verwitterungen waren in den 80er Jahren lediglich durch zahlreiche Mörtelantragungen überarbeitet worden. Diese Technik wurde in diesem Zeitraum verstärkt angewendet, um die profilierten Steine nicht aufwändig und kostenintensiv austauschen zu müssen. Sie können jedoch Repararuren, wie sie der Steinmetz ausführt, nicht ersetzen.

Der Verwitterungsprozess und Zerfall des Sandsteins hat sich seitdem weiter fortgesetzt, so dass diese Mörtelantragungen nur noch lose an dem mürben Material des Ruhrsandsteins anhaften. Offene Risse und Fugen haben hier ihren Anteil zum Eintrag von Niederschlag beigetragen und somit den Zerfall beschleunigt. Eine Reparatur mit „einfachen Mitteln“ kann nun nicht mehr an die nächste Generation weitergegeben werden und muss jetzt für den Substanzerhalt durch einen Austausch des Sandsteingesimses erfolgen. Von den insgesamt 36 m der profilierten Werkstücke des Ortganggesimses können nach eingehender Prüfung nur wenige Meter erhalten werden. Dieser Notwendigleit hat auch der zuständiger Denkmalpfleger nach persönlicher Prüfung zugestanden.

Britta Wienbrandt (l.) von der Sparkasse überreichte den Spenden-Check an Thorsten Raatz vom Presbyterium und Brunhilde Usbek vom Förderverein. Bild: Förderverein

Da diese Mengen an Steinaustausch, der an dieser Stelle auf Grund des Profilierungsgrades und der Einbausituation sehr kosteninstiv ist, in diesem Umfang nicht vorhersehbar war, ist die finanzielle Unterstützung der Sparkasse in Höhe von 15.000,00 € umsomehr ein spürbarer Baustein zur nachhaltigen Durchführung der Sanierung.

Weitere „Überraschungen“ im Bereich des abgerissenen Anbaus, der sich nördlich vom Chor befunden hatte und in dem ehemals eine Kohlen-Heizungsanlage der Kirche positioniert war, kamen nach dem Ausbau der Fugen des damals in großen Flächen ergänzten Natusteinmauerwerks zu Tage. Hinter dem „neu“ erstellen Sandsteinmauerwerk, welches in den 80er Jahren mehr zweckmäßig als dem Bestand angemessen und angepasst verbaut wurde, zeigte sich dass das neue Mauerwerk ohne statischen Verbund zu dem Bestand und nur in geringer Materialstärke erstellt wurde. Dieses Mauerwerk musste hierdurch vollständig bis zum Sockel abgetragen werden. Das darüber liegende Mauerwerk wurde hierzu mittels Stützen abgefangen und gesichert. Bei diesen Arbeiten wurden zwei ehemalige Durchgänge von dem Anbau in den Chor freigelegt, welche mit Stahlträgern, Holzbalken und konventionellem Kalksandstein geschlossen waren. Das bereits Pilzbefallene Holz wurde jetzt vollständig ausgebaut und die korrodierenden Träger durch einen Korrosionsschutz behandelt. Zur Vermeidung von Rissen im Innenbereich wurde das Kalksandsteinmauerwerk nicht herausgebrochen sondern ist hinter dem neu aufgemauerten Natursteinmauerwerk verblieben. Diese Sicherungsarbeiten sind mittlerweile abgeschlossen und die dortigen Fassadenflächen bereits neu verfugt. Hierdurch wird sichergestellt, dass rechtzeitig zum Weihnachtsmarkt rund um die Remigius-Kirche die dortigen Gerüste abgebaut werden können und nur an den nicht störenden Flächen vor dem Giebel bis zur geplanten Fertigstellung zum Ende diesen Jahres verbleiben.

   Thomas Ritter, Architekt

Aus der Geschichte

Ev. St. Remigiuskirche

Die Entstehung der Mengeder Kirche geht bis in die Zeit Karls des Großen (768-814) zurück. Die Evangelische St. Remigius Kirche ist noch heute von einem Ring aus Fach­werk­häusern umgeben.
Von hier aus entwickelte sich der Ort Mengede. Im 9. Jahrhundert hat hier bereits eine kleine hölzerne Kirche mit einem nachweislich steinernen Chorfundament gestanden.
Dieser Kirchbau wurde der „Grundstein“ unserer heutigen Ev. St. Remigiuskirche, dem „Emscherdom“, einer in Sandsteinquadern errichteten einjochigen Hallenkirche aus der Zeit von 1220-1250.
Die Ev. St. Remigius Kirche, ein einzigartiges Baudenkmal in Dortmund-Mengede und in der Region, gehört zu den ältesten Kirchen Westfalens.
Ziel des Fördervereins ist der Erhalt dieser Kirche.

Umgesetzte Projekte

2006      30.000.00 € Zuschuss zur Sanierung des Nordgiebels
              (Vorziehen des 2. Bauabschnitts ermöglicht)
              8.000.00 € für die Sanierung des Nordgiebels
              (Spende Reinoldigilde)
2007      Drei Außenstrahler für den Turm
2008      Beleuchtung Epitaph
              Reparatur Jugenstilstuhl (Inventar Kirche)
2010      Umfassungsweg im Nordbereich des Kirchgartens   
              wiederangelegt
              Gartentor Nordseite saniert
              Universalschlüssel für alle Kirchgarteneingänge
              Neue Heizung eingebaut
2011      Sakristeitür  Zusatzschloss
              Postkarte Alt-Mengede
              Postkarte Mengede heute (fotografiert 2004)
2013      Kirchenführer fertiggestellt
2014      3 Grabplatten in Ehrenhalle im Turm angebracht
              Glasplatten mit Texten der Grabplatten
              2 Grabplatten neben Eingang zur Trauerhalle auf
              dem Ev. Friedhof angebracht

Förderverein

Förderverein Evangelische St. Remiguskirche e.V.
Kleines Everstal 20
44388 Dortmund

Vorstand:
1. Vorsitzende Brunhilde Usbek
2. Vorsitzende Bruno Beuchel

Kontakt: 0157/4501450

Vereinsregisternummer:
VR 5760 am 05.07.2004 ab Amtsgericht Dortmund

Steuernummer:
314/5704/4804
Finanzamt Dortmund-West

Spendenkonten:
Sparkasse Dortmund
IBAN DE45440501990071052010
BIC   DORTDE33XXX

Volksbank Dortmund-Nordwest eG
IBAN DE49440601224110978200
BIC   GENODEM1DNW

Unser Angebot

Der Förderverein bietet nach Absprache Kirchen­­führun­­gen an und plant Konzert­­ver­anstal­­tun­gen zu Gunsten der Kirche. Kontakt erhalten Sie über die o.g. Daten oder das Gemeinde­büro Mengede.